
Fotos: Beate Milerski
Kennzeichen:
Mittelschweres Zweinutzungshuhn mit voller, gestreckter Landhuhnform. Auffallendstes Rassemerkmal ist der Kronen- oder Becherkamm. Das glatte Gesicht zeigt dunkle Augen und weiße Ohrscheiben. Die ursprüngliche Farbe der Federn ist reinschwarz mit einem Grünglanz. Neuere Zuchten zeigen auch blau-gesäumtes Gefieder, dieser Farbenschlag steht aber nicht auf die Rote Liste. Hähne wiegen 2,3 – 3 kg und Hennen 2 – 2,5 kg.
Verbreitung:
Die Augsburger Hühner sind die einzige in Bayern erzüchtete Hühnerrasse. Ursprungszuchtgebiet im Augsburger Raum und im südlichen Schwarzwald.
Herkunft:
Julius Meyer aus Haunstetten bei Augsburg erzüchtete 1880 das Augsburger Huhn. Als Ausgangsrassen dienten ihm die französischen La Fleche, eine fleischbetonte französische Landrasse und die italienischen Lamotte-Hühner, durch die dieneue Rasse besser an die klimatischen Verhältnisse angepasst und eine bessere Legeleistung erreicht werden sollte. 1885 wurde das Augsburger Huhn erstmals in dem Buch "Neue Hühnerrassen" von Bungartz beschrieben.
Eigenschaften und Leistung:
Zweinutzungshuhn, bei einer Legeleistung von 150 – 180 Eiern mit einem Gewicht von ca. 60 g im ersten Jahr. Frohwüchsig, ausgesprochen wetterfest und widerstandsfähig, geringer Bruttrieb. Bereits nach 5 Monaten beginnen Ausgburger Hühner zu legen.
Besonderheiten:
Kronen- oder Becherkamm, der sich nach der ersten oder zweiten Zacke zu einem Becher mit gleichmäßig gezacktem Rand teilt.
Bestand:

Im Jahr 2023 wurden 119 männliche und 480 weibliche Tiere in 64 Zuchtbetrieben gezählt.
Sonderverein und Herdbuch:
Das Augsburger Huhn wird vom Sonderverein der Züchter der Augsburger Huhnes betreut.
Weiterführende Informationen:
Augsburger Huhn (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)