Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)
The Society for the Conservation of Old and Endangered Livestock Breeds (GEH)
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Turopoljeschwein ArcheWarder Warder RD 08Mai13 6401 HammTuropoljeschwein ArcheWarder Warder RD 08Mai13 6397 Hamm

 Fotos: Hamm

Kennzeichen:

Das Turopolje Schwein weist am ganzen Körper größere und kleinere dunkel pigmentierte Stellen auf. Die Tiere sind von mittlerem Rahmen und eher tonniger Statur mit sehr kräftigem Fundament, harten Klauen und weit hinab reichenden Afterklauen, die zur Stabilisierung dienen. Der Kopf ist stark mit einer breiten Stirn und einem halblangen Rüssel und langen Ohren. Die Borsten sind gerade bis leicht gewellt und auch wenn die Borsten hell sind, so muss die Haut darunter Stellenweise dunkel pigmentiert sein.

Verbreitung:

Einzelbestände in Deutschland. In Österreich steigende Zahl privater Züchter.

 

Herkunft:

Der Name der Schweine rührt von der Region Turopolje, die sich zwischen Zagreb und Sisak in der Save-Niederung in Kroatien befindet, woher das Schwein auch ursprünglich stammt. Im Jahr 1777 wurde unter der Herrschaft von Maria Theresia das schwarze englische Schwein (Berkshire) in die Region eingeführt und mit dem hellen, beigefarbenen Siska-Schwein gekreuzt. Die traditionelle Haltungsform hat die Beweidung von Auenwiesen und Hutewald kombiniert. 1958 konnten im Auengebiet rund 58.000 Schweine gezählt werden. Durch Einkreuzungen sanken die Tierzahlen in den folgenden Jahren und infolge des Kriegs in Kroatien ab 1991 hat sich der Bestand weiter verringert, sodass 1993 nur noch ein Bestand mit 20-30 Tieren übrig war. Als Erhaltungsmaßnahme wurden drei Eber und drei Sauen nach Österreich verkauft und seitdem wird die Rasse über ein Erhaltungszuchtprogramm vor allem in Österreich gezüchtet. 

 

Eigenschaften/Leistung:
Das langlebige und genügsame Turopolje Schwein zeichnet sich durch eine sehr gute Grundfutterverwertung aus. Kombiniert mit guter Gesundheit und Anspruchslosigkeit an Futter und Haltung ist es ausgezeichnet für die ganzjährige Freilandhaltung geeignet. Die Turopolje sollen ausgezeichnete Schwimmer sein und nutzen, wenn möglich, Wasserflächen auch zur Nahrungsbeschaffung. Sauen sind nach zwei Jahren ausgewachsen und können mit rund einem Jahr (100 kg) gedeckt werden. Pro Jahr bringen sie durchschnittlich 1,5 Würfe à 6 Ferkel zur Welt. Ausgewachsen erreichen die Tiere ein Gewicht von ca. 250 kg. Die Fleischqualität hängt von der Intensität der Fütterung ab - das Fleisch ist marmoriert mit einem kernigen Speck und fast weißem Fett.

 

Bestand:

In Österreich werden auf 62 Betrieben insgesamt 287 Herdbuchtiere gehalten, davon sind 211 Sauen und 76 Eber.

 

Gefährdungsgrad:

Kategorie “Rassen aus anderen Ländern“ laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

 

Kontakt

 

Quellen:

http://www.arche-austria.at/index.php?id=108

http://www.arche-austria.at/fileadmin/archeaustria/schweine/zucht/ZP_Turopolje_2014.pdf

https://www.arche-warder.de/tiere/turopolje-schwein/

https://www.turopolje-schwein.com/

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