Sachsen- Anhalt
Hof - Nr. 43

 

 

 

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Arche-Hof Rittergut Schönfeld

Hubertus von Rundstedt
Schönfelder Str. 4
Tel: 039324/237

E-Mail: vonRundstedt.schoenfeld(at)t-online.de

   
 
  Bedrohte Rassen:
  Deutsches Sattelschwein
  Leicoma
  Weiße hornlose Heidschnucke
   
   
   
  Sonstige Rassen:
  Galloway
   
   
  Erzeugnisse:
  Fleisch und Wurst
  Eier
   Verkauf von Zuchttieren
  Verkauf von Mast-/ Schlachttieren
  Brennholz
  Getreide
   
  Angebote:
  Hofladen
  Führungen
  Uralub auf dem Bauernhof
   
   
  Öffnungszeiten:
  nach Absprache

Betriebsbeschreibung:


Die Schönfelder Schweinezucht von Hubertus von Rundstedt wirtschaftet unter ökologischen Gesichtspunkten.  In den zurückliegenden Jahren erhielt sie deshalb bereits mehrfach mediale Aufmerksamkeit. Rund 100 Sauen und ihrer Nachzucht steht viel Platz zur Verfügung, die Tiere können im Stroh wühlen, frische Luft, Sonne und manchmal auch Regen genießen.Unter den 100 Sauen finden sich auch drei männliche und 15 weibliche Exemplare des als extrem gefährdet eingestuften Deutschen Sattelschweins. Sie sind schon seit 2015 auf dem Rittergut zu Hause. Wie andere bedrohte Arten auch, verloren diese Tiere durch die Industrialisierung der Tierhaltung an Bedeutung. Diese schwarz-weißen Schweine zeichnen sich aber durch ihre Anspruchslosigkeit, Robustheit, Fruchtbarkeit und Mütterlichkeit aus.Bedrohtes Schwein Nummer Zwei in den Rundstedtschen Ställen ist das Leicoma, als Rasse in der DDR kreiert und gezüchtet. Bis 1990 war es als sogenannte Mutterrasse in Ostdeutschland weit verbreitet, nach der Wende verschwand es trotz seines sehr qualitätsvollen und schmackhaften Fleisches nach und nach von der Bildfläche. Vor drei Jahren wurden nur noch 38 weibliche und sechs männliche Leicomas gezählt. - Diese Rasse drohte ganz auszusterben als der letzte große Betrieb die Zucht einstellte. „Das Ministerium bat mich, die Tiere zu übernehmen“, erinnert sich Hubertus von Rundstedt. Ein Eber und 13 Sauen zogen damals nach Schönfeld um. Daraus wurden mittlerweile zwei Eber und 50 Sauen. „Damit haben wir deutschlandweit die größte Gen-Reserve im Bio-Bereich“, so der Landwirt stolz. Gefährdetes Nutztier Nummer Drei auf dem Rittergut ist die Weiße hornlose Heidschnucke, auch Moorschnucke genannt, welche den Bewuchs auf den Streuobstwiesen kurz hält. Dieser Landschaftspfleger ist als leichtes Schaf besonders den Moorböden angepasst, das Fleisch gilt als Delikatesse. Schweine und Schafe aus Schönfeld können künftig in anderen Zuchten dazu beitragen, dass diese gefährdeten Haustiere erhalten werden.Das Gros der Schweine aus dem Rittergut Schönfeld landet aber nach wie vor über die Bio-Schiene auf den Tellern anspruchsvoller Verbraucher. Gern würde Hubertus von Rundstedt noch mehr auf die Direktvermarktung setzen, „da gibt es aber eine Diskrepanz zwischen dem Anspruch auf Regionalität und der Wirklichkeit“, macht er deutlich.



 


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