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 Fotos: Josef Grasegger

 

Kennzeichen:

Mittelgroßes, ganzfarbig cognac- bis sattbraunes Schaf im leichten Typ des weißen Deutschen Bergschafes. Schmaler, hornloser und ramsnasiger Kopf. Lange, breite und hängende Ohren. Grobe Wolle.

Verbreitung:

Bayern - Hauptzuchtgebiet sind die Landkreise Miesbach, Rosenheim und Garmisch-Partenkirchen; ähnliche Tiere in Österreich, Südtirol und der Schweiz.

Herkunft:

Stammt vom früher in Bayern und Tirol beheimateten Steinschaf ab. Aus der Kreuzung des Steinschafes und des norditalienischen Bergamasker-Schafes entstanden die heutigen Bergschafrassen. 1934 Import brauner Bergschafe aus Tirol durch Herzog Ludwig Wilhelm.

Eigenschaften und Leistung:

Beste Eignung für Niederschlagsreiche Gegenden. Große Steig- und Trittsicherheit. Frühreif und sehr fruchtbar. Lämmer erreichen tägliche Zunahmen von bis zu 310 g. Der Wollertrag liegt bei ca. 4-5 kg Schweißwolle. Direktvermarktung durch Züchter als naturgefärbte Wolle, braune Strickwaren, Lodenstoffe und Teppiche.

Besonderheiten:

Obwohl seit langem bekannt, wurde diese Rasse erst 1977 als eigenständige Rasse anerkannt. Braune Wolle u.a. zur Herstellung von Lodenstoffen besonders begehrt.

Bestand:

 Braunes Bergschaf Bestand 2013

Herdbuch:

66 Böcke und 1173 Mutterschafe (2013)

Gefährdungsgrad:

Kategorie II (stark gefährdet) laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

Gefährdungskennzahl:

870 GKZ ¹

 

Kontakt

 


Weiterführende Informationen:

¹ GEH-Gefährdungskennzahl GKZ, Ein verbessertes Einstufungsverfahren für den Grad der Gefährdung

Braunes Bergschaf (aus: Online-Broschüre Schafe, Ziegen, Gebrauchshunde, GEH, 2008)

Braunes Bergschaf (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)