**Drucken**

Walachenschaf

(Foto: Sambraus)

Kennzeichen:

Mittelgroßes und feingliedriges Schaf aus der Gruppe der Zackelschafe, langen Mischwolle. Heute nur noch Tiere mit weißem Vlies bekannt, früher auch graue/schwarze Tiere. Unbewollte Körperteile häufig gesprenkelt oder gefleckt. Böcke mit spiralig gewundenen, seitlich abstehenden Hörnern. Mütter nur teilweise behornt. Kurze, seitlich stehende Ohren. Böcke: 65 bis 80 kg; Muttern 45 bis 55 kg.

Verbreitung:

Tschechien (Mähren) und Deutschland

Herkunft:

Alte Rasse der Slowakei. Kam vor 300 Jahren mit den walachischen Hirten aus Rumänien.

Eigenschaften/Leistung:

Genügsam und wetterhart. Ganzjährige Freilandhaltung (mit Unterstand oder Wald) möglich. Alpfähig. Sehr gut für Trockenstandorte geeignet. Traditionelle Milchrasse zur Käseherstellung. Geringe Parasitenanfälligkeit und gute Klauengesundheit.

Besonderheiten:

In Deutschland befinden sich die letzten reinrassigen Bestände dieser Schafrasse. Am weitesten nach Nord-Westen vorgedrungene Zackelschafrasse.

Bestand:

 Walachenschaf Bestand 2013

Herdbuch:

20 Böcke und  149 Mutterschafe (2013)

Tiere in Tschechien werden ebenfalls im Herdbuch erfasst, die Haltung der Tiere wird dort finanziell unterstützt.

Gefährdungsgrad:

Kategorie „Rassen aus anderen Ländern" in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

 

Kontakt

 

Weiterführende Informationen:

Das Walachenschaf  (aus: Online-Broschüre Schwerpunkt Schafe, Ziegen, Gebrauchshunde, GEH, 2008)

Walachenschaf  (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)