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 Fotos: Antje Feldmann und Markus Arbenz  

 

Kennzeichen:

Sehr kleine Landschafrasse mit feinem Knochenbau, Gewicht um ca. 40 kg und einer Widerristhöhe von 50-55 cm. Alle Tiere sind hornlos, haben schräg aufwärts stehende Ohren und einen kleinen länglichen Kopf. Das Haarkleid ist mischwollig weiß.

Verbreitung:

Niedersachsen. Verbreitungsgebiete sind Hochmoorgebiete und Magerwiesen in Nord- und Mitteldeutschland.

Herkunft:

Die Moorschnucken stammen aus den Moorgebieten Niedersachsens, wo sie im Jahre 1936 noch mit 94% am Gesamtschafbestand vertreten waren. Sind seit Jahrhunderten in ihrem gegenwärtigen Zuchtgebiet heimisch. Die Rasse entstand wahrscheinlich durch Einkreuzung einer hornlosen schlichtwolligen Landschafrasse in die Population der grauen gehörnten Heidschnucke.

Eigenschaften und Leistung:

Hervorragend für Naturschutz und Landschaftspflege geeignet. Gute Muttereigenschaften und beständige Aufzuchtleistung. Die Brunst ist saisonal. Fleisch als Delikatesse im Handel. Moorschnucken werden seit Jahren erfolgreich zur Beweidung von Moorgebieten und anderen Feuchtgebieten eingesetzt.

Besonderheiten:

Eine der leichtesten deutschen Schafrassen. Zur optimalen Anpassung an karges Futterangebot in Feuchtbiotopen wird eine gezielte Selektion auf Einlingsgeburten durchgeführt. Auch harte Gräser und junger Baumwuchs (z.B. Birken) werden gerne gefressen. Fettes Weidefutter führt langfristig zu Gesundheitsstörungen.

Bestand:

 Weiße hornlose Heidschnucke (Moorschnucke) Bestand 2013

Herdbuch:

140 Böcke und 2.988 Mutterschafe (2013).

Gefährdungsgrad:

Kategorie III (gefährdet) laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

Gefährdungskennzahl:

1050 GKZ ¹

 

Kontakt

 
Weiterführende Informationen:

¹ GEH-Gefährdungskennzahl GKZ, Ein verbessertes Einstufungsverfahren für den Grad der Gefährdung

Weiße hornlose Heidschnucke (Moorschnucke)  (aus: Online-Broschüre Schwerpunkt Schafe, Ziegen, Gebrauchshunde, GEH, 2008)

Weiße hornlose Heidschnucke (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)