(Foto: Demler)

 

Kennzeichen:

Reich befiedertes Huhn mit eleganter, fasanenschlanker Walzenform, dennoch kräftigem Körperbau, einem Rosenkamm mit freistehendem Kammdorn und möglichst runden, weißen Ohrscheiben. Bei den Hamburgern sind Schwarz, Weiß, Silberlack, Goldlack, Goldsprenkel, Silbersprenkel und Blau-Gesäumt als ursprüngliche Farbschläge anerkannt. Das Gewicht des leichten bis mittelschweren Huhnes liegt zwischen 2 bis 2,5 kg bei den Hähnen und zwischen 1 bis 1,5 kg bei den Hennen.

 

Verbreitung:

Heute liegt das Hauptzuchtgebiet in Nordwestdeutschland.

 

Herkunft und Geschichte:

Anfang des achtzehnten Jahrhunderts waren die Vorfahren der Hamburger in Deutschland und Großbritannien unter dem Namen „Hamburgher“ bekannt und es konnte noch keine Rede von reinrassigen Tieren sein. Die „Hamburgher“ waren besonders schön gezeichnete getupfte Tiere, die besonders als Nutz- und Legehühner gehalten wurden. Im Laufe der Zeit wurde immer mehr Wert auf das schöne Äußere gelegt und es wurden gezielt Rassen eingekreuzt. In England sollen laut Überlieferung die einfarbigen Hamburger, in Niederlanden die geflockten Varianten entstanden sein.

 

Eigenschaften und Leistung:

Dank ihrer Robustheit können die Hamburger ausgezeichnet im Freilauf gehalten werden. Die lebhaften und aktiven Hühner benötigen viel Beschäftigung, da sie sich schnell langweilen. Die Hennen legen durchschnittlich 140 Eier pro Jahr mit einer weißen Schale und einem Gewicht von 55g. Hamburger kommen selten oder nie in Brutstimmung.

 

Bestand:

 

Derzeit gibt es in Deutschland einen Bestand von 1169 weiblichen und 225 männlichen Tieren. Gehalten werden Hamburger Hühner von 134 Züchtern (Stand: 2016).

 

Gefährdungsgrad:

Kategorie III (gefährdet) laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Nutztierrassen e.V.

 

Gefährdungskennzahl:

460 GKZ ¹

 

Kontakt

 

 

Weiterführende Informationen:

 

¹ GEH-Gefährdungskennzahl GKZ, Ein verbessertes Einstufungsverfahren für den Grad der Gefährdung

   Hamburger (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)