(Fotos:Schellschmidt)  

 

Kennzeichen:

Das Andalusier Huhn ist ein elegantes, hochgestelltes Huhn mit langem Hals und Stehkamm, was ihm ein stolzes und athletisches Erscheinungsbild verleiht. In Deutschland ist ausschließlich der Farbschlag blau-gesäumt anerkannt, während in Spanien auch ein ungesäumter Farbschlag gezüchtet wird. Die Andalusier wurden bei vielen Rassen eingekreuzt, um den Farbschlag blau-gesäumt heraus zu züchten. Es ist quasi das Original dieses außergewöhnlichen Farbschlags. Aufgrund der intermediären Vererbung stellt es an die Züchter erhöhte Anforderungen. Das Erscheinungsbild entschädigt dafür. Zudem legen Andalusier als Zweinutzungsrasse ausgesprochen gut und bringen ein stattliches Gewicht auf die Waage. Eine sehr seltene Zwergform ist vorhanden.

 

Herkunft:

Das Andalusier Huhn kam 1872 aus seinem Ursprungsland Spanien über Großbritannien nach Deutschland. In Deutschland wurde es schnell heimisch und erfreute sich wegen seines stattlichen Aussehens und seiner sehr guten Leistungsmerkmale großer Beliebtheit. Durch das Aufkommen der leistungsstarken Hybridrassen wurde es wie viele andere Rassen verdrängt.

 

Eigenschaften/Leistung:

Andalusier Hühner sind temperamentvoll und sehr agile Tiere. Die Hennen dieser Rasse legen 160-180 weiße Eier pro Huhn und Jahr. Sie haben ein durchschnittliches Gewicht von 2,5 kg, die Hähne um die 3 kg.

 

Besonderheiten:

Das Andalusier Huhn hat eine sehr schwach ausgeprägte Brütigkeit, was eine Naturbrut erschwert.

 

Bestand:

 

 

Im Jahre 2016 bildeten 124 weibliche und 31 männliche Tiere den Bestand des Andalusier Huhns in Deutschland.

 

Gefährdungsgrad:

Kategorie I (extrem gefährdet) laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

 

Gefährdungskennzahl:

51,2 GFK 1

 

 

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