Foto: TGRDEU

 

 

Kennzeichen:

Die Hermeline waren jahrzehntelang die einzigen Zwergkaninchen. Sie sind walzenförmig und vorne und hinten gleich breit. Hals und Nacken sind nicht sichtbar. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper groß, kurz und dick. Die Augen sind groß und klar. Hermeline haben kurze und straff aufgerichtete Ohren, die in der Länge zum Körper passen. Ihr Haar ist kurz, dicht und weich. Anerkannt sind die Rotaugen- und Blauaugen-Hermelin. Die Deck- und Unterfarbe ist rein weiß. Diese Rasse unterliegt einem Mindestgewicht von einem Kilogramm. Ihr Gewicht liegt normalerweise zwischen 1,1 kg und 1,35 kg.

 

Verbreitung:

Ganz Deutschland.

 

Herkunft:

Ursprünglich nannte man Hermeline „Polnische Kaninchen“. 1903 wurden die ersten „Hermelinchen“ aus England bei uns eingeführt. Diese waren mit weißen Wildkaninchen nahezu identisch. In Deutschland wurde die Rasse völlig umgezüchtet: Die Tiere wurden kleiner und gedrungener, die Ohren kürzer und das Fell länger. Während des ersten Weltkrieges wurde in Sachsen das Blauaugen-Hermelin erzüchtet.

 

Eigenschaften und Leistung:

Hermeline werden meist von Liebhabern und aufgrund ihres unverwechselbaren Aussehens gehalten. Sie sind gut zur Zucht und für die Haltung für Kinder und Jugendliche geeignet. Außerdem kann man mit ihnen auch bei geringem Platzangebot Fleisch erzeugen.

 

Bestand:

 

 

Im Jahr 2016 gab es in Deutschland 3176 weibliche und 1684 männliche Tiere.

 

Herdbuch:

Beim Zentralverband Deutscher Kaninchenzüchter registriert.

 

Gefährdungsgrad:

Kategorie "Beobachtung" laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

 

 

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