Foto: TGRDEU

Liebe Züchter, an dieser Stelle fehlt uns noch ein aussagekräftiges Bild, vielleicht von Ihren Leicomas?

 

 

 

Kennzeichen:

Das Leicoma Schwein ist eine großrahmige Landrasse mit einer weiß- rosa Farbe und Hängeohren. Es zeichnet sich durch eine gute Fleischqualität aus.

 

Herkunft:

Das Leicoma Schwein stammt aus Ostdeutschland. In den Städten Leipzig, Cottbus und Magdeburg lag die Mehrzahl der Zuchtbetriebe, woraus sich auch der Rassenname Leicoma ableitet. Die Rasse wurde hauptsächlich in Regionen mit sehr fruchtbaren Böden gehalten. Dies führte dazu, dass aufgrund ökonomischer Veränderungen in der Landwirtschaft hin zu mehr Marktfruchtanbau, der Schweinebestand in den 1990er Jahren stark zurück ging. Dadurch sank die Population der Leicoma Schweine so stark, sodass diese Rasse heute stark vom Aussterben bedroht ist.

 

Verbreitung:

Laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung stehen die letzten verbliebenen Zuchttiere auf einem einzigen Betrieb in Sachsen-Anhalt.

 

Eigenschaften und Leistungen:

Das Leicoma Schwein wurde als Mutterrasse gezüchtet. Es verfügt über gute tägliche Zunahmen von > 900g pro Tag und hat eine durchschnittliche Wurfgröße von 11 Ferkel pro Wurf. Es zeichnet sich vor allem durch seine Robustheit und hohe Fleischqualität aus. Diese hat es maßgeblich vom Duroc- Schwein geerbt.

 

Besonderheiten:

Durch die gute Fleischqualität eignet sich diese Schweinerasse vor allem für die Erzeugung von Qualitätsschweinefleisch im höheren Preissegment.

 

Bestand:

 

 

Während in den Jahren 1997 und 1998 der Bestand des Leicoma Schweins bei über 1000 weiblichen Tieren und 70 männlichen Tieren lag, bildeten im Jahr 2016 lediglich 22 weibliche und 4 männliche Tiere den Bestand der Leicoma Schweine.

 

Gefährdungsgrad:

Kategorie I, extrem gefährdet laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen, Förderung in Sachsen- Anhalt und NRW

 

Gefährdungskennzahl:

7,5 GKZ ¹

 

 

 

Kontakt

 

Weiterführende Informationen:

¹ GEH-Gefährdungskennzahl GKZ, Ein verbessertes Einstufungsverfahren für den Grad der Gefährdung