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Fotos: Beate Milerski  

 

Kennzeichen:

Die Schwarzwaldziege gehört in die Gruppe der Bunten Deutschen Edelziege. Sie verkörpern mit ihrer hellbraunen bis graubraunen Färbung die helle Zuchtrichtung der bunten Ziegen. Die Beine sind stets schwarz geschient, der Unterbauch sollte weiß sein, der Aalstrich hingegen dunkel. 

Das Erscheinungsbild der Schwarzwaldziege ist verhältnismäßig einheitlich: Der Großteil der Tiere ist hochgewachsen mit einer Risthöhe von mindestens 70 cm, manchmal sogar mehr als 80 cm, und im Körperbau zierlicher als beispielsweise der fränkische Typ, mit schlanken Beinen und einem schlanken Hals. 

Verbreitung:

Tiere dieses alten Typs befinden sich nach wie vor in der Population der Bunten Deutschen Edelziege (BDE) in Baden-Württemberg.

Herkunft:

Züchtung aus badischen und württembergischen Landschlägen ohne nennenswerte Einkreuzung mit anderen Rassen. Bekannt ehemals auch unter dem Namen Wälderziege oder Breisgauerziege.

Eigenschaften und Leistung:

Früher hohe Milchleistung trotz minderwertiger Futtergrundlage. Heute keine von der BDE abgrenzbare Leistung.

Schwarzwaldziegen haben ein sehr lebhaftes Temperament. Sie können zwar wie alle Ziegen sehr zahm und zutraulich werden, fremden Personen gegenüber sind sie jedoch sehr vorsichtig. Zur Pflege von Streuobstwiesen sind sie nicht unbedingt zu empfehlen, da sie sich auf den Hinterbeinen balancierend ihre Nahrung auch von Obstbäumen holen. 

Die Drillingsrate dieses Schlages ist auffällig hoch und es gibt kaum Einlingswürfe, wobei die Milchleistung zur Aufzucht von Drillingen problemlos ausreicht. Auch ältere Tiere mit 10 bis 12 Jahren bekommen oft noch regelmäßig Mehrlinge.

Besonderheiten:

Es handelt sich heute um einen regionalen Typ der Bunten Deutschen Edelziege in Baden-Württemberg.

Bestand:

Kein von der BDE abgrenzbarer Bestand ermittelbar. Die Rasse ist in der BDE-Population nahezu aufgegangen, doch sind noch einige alte Linien der Schwarzwaldziege identifiziert.

Herdbuch:

Teil der Population der BDE, damit entsprechend im Herdbuch. Es gibt Bestrebungen den Schwarzwaldziegentyp wieder stärker in der Zucht zu berücksichtigen. Seit 2006 besteht in Baden-Württemberg eine Interessengruppe, die die Schwarzwaldziege wieder stärker verbreiten möchte.

Gefährdungsgrad:

Daten unzureichend: Genetik bzw. Gefährdungsgrad unsicher

 

Kontakt

 


Weiterführende Informationen:


Die Schwarzwaldziege  (aus: Online-Broschüre Schwerpunkt Schafe, Ziegen, Gebrauchshunde, GEH, 2008)