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Johann Wallner mit Tauernscheckenziege, Rauris/Österreich, Foto: Karola Stier

Foto: Karola Stier

 

Kennzeichen:

Die Tauernschecken sind eine robuste, vitale, langlebige und trittsichere österreichische Gebirgsziegenrasse. Beide Geschlechter sind gehörnt. Die Rasse ist sehr lebhaft gefärbt. Sie ist braun-schwarz-weiß, mitunter nur schwarz-weiß gescheckt mit einer durchgehenden Blesse am Kopf und ohne Strahlenzeichnung. Das Haarkleid ist kurz und ohne Behang; bei älteren Böcken kommen mitunter „Hosen“ vor. Die Tiere sind mittelrahmig mit stabilem Fundament. Zuchtziel: Erhaltung des Phänotyps und der genetischen Vielfalt.  (Quelle: Arche Austria, www.arche-austria.at)

Verbreitung:

Der Schwerpunkt der Zucht liegt nach wie vor in ihrem Herkunftsland Österreich. Weiterhin gibt es einige Zuchten in Deutschland und Südtirol.

Herkunft:

Die Tauernschecken haben ihren züchterischen Ursprung im Raum der Hohen Tauern. Die Scheckung ist für das Auffinden der Tiere im Hochgebirge von Vorteil. Erste Erwähnungen und Bilddarstellungen lassen sich bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts feststellen. Mit dem Arbeitskräftemangel nach dem 2. Weltkrieg wurden die Ziegenbestände und die Ziegenalpung stark zurückgedrängt. Durch besondere Bemühungen weniger Idealisten ist es gelungen, die hochgefährdete Rasse vor dem endgültigen Untergang zu bewahren.  (Quelle: Arche Austria, www.arche-austria.at)

Eigenschaften und Leistung:

Sie zeichnen sich durch hoch angesetzte, gut ausgebildete Euter mit ansprechender Milchleistung aus. Nunmehr werden die Tauernschecken wegen ihrer Fruchtbarkeit und ihrer hervorragenden Muttereigenschaften vorwiegend zur Lammfleischerzeugung gehalten. Auch zum Freihalten extensiver Flächen von Verbuschung werden sie eingesetzt. Weiters spielt auch der Verkauf der bunten Felle eine gewisse Rolle. (Quelle: Arche Austria, www.arche-austria.at)

Gewichte/Widerristhöhe: Böcke  75 – 90 cm, 65 – 90 kg / Ziegen 70 – 80 cm, 50 – 65 kg

Milchleistung: 700-900 kg

Bestand/Herdbuch:

In Österreich wird die Rasse vom Salzburger Zuchtverband betreut. In 2010 betrug der Bestand laut Österreichische Nationalvereinigung für Genreserven (ÖNGENE)  811 Tiere, davon 463 ÖPUL-geförderte Zuchttiere (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL)).

In Deutschland wird die Tauernscheckenziege von rund 10 Herdbuchzüchtern gehalten in den Landesziegenzuchtverbänden Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Thüringen und Westfalen-Lippe.

Gefährdungsgrad:

Kategorie "Rassen aus anderen Ländern" in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

In Österreich: hochgefährdet (ÖNGENE/Österreichische Nationalvereinigung für Genreserven)

In Deutschland (GEH) wird die Tauernscheckenziege auf der Roten Liste unter „ausländische Rassen“ geführt, da die Rasse in ihrem Ursprungsland gefährdet ist und sich hier eine nennenswerte Zuchtpopulation (Teilpopulation) mit aktivem züchterischem Austausch zum Ursprungsland befindet.

 

 

Kontakt  (in Deutschland)

 

 

In Österreich:

Arche Austria, Johann Wallner, Fröstlbergweg 43, A-5661 Rauris,
Tel: Österreich (0043) 0664/4663659


Weiterführende Informationen:

Arche-Austria: www.arche-austria.at

Tauernscheckenziege  (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)