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 Pustertaler Schecken
 Foto: Bernd Theis  Foto: Prof. Dr. Sambraus

 

Kennzeichen:

Weiße Grundfarbe mit roter oder schwarzer zusammenhängender (Schecken) oder feinst verteilter Pigmentierung (Sprinzen). Immer farbig sind Ohren, Augen, Maul sowie Klauenhorn und sichtbare Schleimhäute.

Verbreitung:

Südtirol, Österreich und Deutschland.

Herkunft:

Vor mehreren Jahrhunderten aus der Kreuzung keltischer, einfarbig roter Alpenrinder mit einfarbig grauen Steppenrindern entstanden. 

Eigenschaften und Leistung:

Zweinutzungsrind mit Eignung zur Mutterkuhhaltung. Sehr gute Grundfutterverwertung auch auf Grenzertragsstandorten. Hohe Tageszunahmen bei ausschließlicher Grundfutteraufnahme. Ausgezeichnete Fleischqualität. Gut zur Ochsenmast geeignet. 

Besonderheiten:

Ende des 19. Jahrhunderts leistungsstärkste Rasse der Alpen. Starker Rückgang der Bestandszahlen durch Verkauf der besten Tiere nach Wien. Nach dem 1. Weltkrieg von den wichtigsten Absatzmärkten abgeschnitten. 1927 wurden die roten Pustertaler gänzlich von der Körung ausgeschlossen. In den 1980er Jahren nur noch auf 5 Betrieben. 1984 erste Tierimporte nach Deutschland. Ab Ende des letzten Jahrhunderts Aufbau einer eigenen Population in Österreich. 

Bestand:

In Deutschland gibt es etwa 200 Tiere, in Südtirol und in Österreich gibt es je rund 350 Tiere.

Pustertaler Bestand 2013

Herdbuch:

69 Tiere insgesamt (Stand: 2013).

Gefährdungsgrad:

Kategorie „Rassen aus anderen Ländern" in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.
Eine der meist gefährdeten Rinderrassen Europas.

 

 

Kontakt

 


Weiterführende Informationen:

Pustertaler Schecken  (aus: Online Broschüre Rind, GEH, 1994)  

Pustertaler Schecken  (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)