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Ansbach Triesdorfer Rind

Foto: Prof. Richard Herrmann

 

Kennzeichen:

Mittelgroß, rot-weiß gescheckt. Kräftiges Fundament, Hörner gewöhnlich weit nach außen und hinten gestellt.  Das Gewicht des Bullen liegt bei 1100 kg, das der Kuh bei 700 kg.

Verbreitung:

Mittelfranken.

Herkunft:

Mitte des 18. Jahrhunderts durch die Einkreuzung von Schwarzbunten aus Holland und Ostfriesland in mittelfränkische Landschläge entstanden. In der Hochzucht um 1896 existierten ca. 190.000 Ansbach-Triesdorfer Tiere. Zu dieser Zeit weitere Verbreitung, z.T. bis nach England und Frankreich.

Eigenschaften und Leistung:

Zweinutzungsrasse mit gleicher Betonung von Milch und Fleisch. Gute Mastfähigkeit. Die Jahresmilchmenge beträgt annähernd 5000 kg.

Besonderheiten:

Die Hartklauigkeit ließ das Arbeiten der Tiere ohne Klauenbeschlag auch auf den mit Lesesteinen befestigten Feldwegen zu.

Bestand:

Ansbach Triesdorfer Bestand 2013

Das bayrische Körgesetz von 1888 ließ nur noch „Tiger" zur Körung zu. Dadurch kam es zu einer drastischen Reduzierung der Bestände. Seit einigen Jahrzehnten sind nur noch Kreuzungstiere vorhanden.

Die kleine Population von ca. 30 Kühen wird aktuell vom Rinderzuchtverband Mittelfranken e.V. als "Unterabteilung" des Fleckviehs geführt. Ansbach-Triesdorfer werden im Herdbuch gesondert markiert.

Drei Besamungsbullen sind zur Zeit verfügbar. Die Erhaltung des markanten Phänotyps ist primäres Ziel der Zucht. 

Momentan sind 77 Kühe und 7 Rinder im Herdbuch geführt (2013).

Gefährdungsgrad:

Kategorie I (extrem gefährdet) laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

Gefährdungskennzahl:

33 GKZ ¹

 

Kontakt

 

Weiterführende Informationen:

¹GEH-Gefährdungskennzahl GKZ, Ein verbessertes Einstufungsverfahren für den Grad der Gefährdung

Das Ansbach Triesdorfer Rind  (aus: Online Broschüre Rind, GEH, 1994)

Ansbach-Triesdorfer  (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)