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(Foto: Beate Milerski)

 

Kennzeichen:

Als alter Landschlag wurde die Pommerngans bereits vor mehreren hundert Jahren in Pommern und an der Ostseeküste gehalten. Die Tiere treten in grau, graugescheckt und weiß auf. Pommerngänse haben einen großen und kräftigen Körperbau mit breiter Brust, breiten Schultern sowie einer leichten Bauchwamme. Die Fleischgänse haben ein sehr feinfaseriges und wohlschmeckendes Fleisch.

 

Verbreitung:

Durch ihre Beliebtheit sind Pommerngänse heute weit über ihre Ursprungsregion hinaus verbreitet und im ganzen Bundesgebiet zu finden.

 

Herkunft:

Pommerngänse stammen, wie ihr Name verrät ursprünglich aus Pommern. In Berichten wurden auf Rügen schon im Jahre 1550 schwere Gänseschläge erwähnt. Diese wurden später durch züchterische Selektion auf Körpergröße nochmals schwerer. Im Jahre 1912 wurden Pommerngänse als eigenständige Rasse offiziell anerkannt. Um 1960 erlangten sie durch Einkreuzungen von Toulousern und der späteren Einkreuzung von Emdener Gänsen eine weitere Leistungssteigerung im Gewicht.

 

Leistung/Eigenschaften:

Die weibliche Pommerngans erreicht ein Gewicht von ca. 7 kg und legt um die 30 Eier im Jahr, der Ganter wird bis zu 10 kg schwer. Futterverwertung und Schlachtkörperqualität dieser Tiere ist gut. Pommerngänse haben ein ruhiges Wesen, gute Muttereigenschaften, sind umgänglich und brutfreudig.

 

Besonderheiten:

Durch ihre gute Leistung und das angenehme Temperament erlangten die Pommerngänse große Beliebtheit. Durch seine optische Schönheit ist bei Züchtern vor allem der gescheckte Farbschlag sehr beliebt. Zudem sollen die Stimmlaute dieser Gänse eine beruhigende Wirkung haben.

 

Bestand:

 

Im Jahr 2016 setzte sich der Bestand aus 738 männlichen und 1388 weiblichen Tieren zusammen.

 

Gefährdungsgrad:

Kategorie IV "Beobachtung" laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

 

Gefährdungskennzahl:

701,6 GFK 1

 

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