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Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter
Haustierrassen e.V. (GEH)
Schwerpunkt - Schafe und Ziegen |
Karola Stier, Witzenhausen
Durch eine stark regional begrenzte Ziegenzucht und Haltung entstanden in den letzten Jahrhunderten in verschiedenen Gebieten Deutschlands Ziegenrassen bzw. -schläge, die in Form, Farbe und Leistung stark voneinander abwichen. Selbst innerhalb dieser Regionen waren die Tiere meist sehr uneinheitlich und litten oft unter schlechten Haltungsbedingungen. Von einer geregelten Zucht konnte nicht die Rede sein, aus Unkenntnis wurde oft Inzucht betrieben.
Erst gegen Mitte des letzten Jahrhunderts kann der Beginn einer organisierten Ziegenzucht gesetzt werden, es bildeten sich Ziegenzuchtvereine, die unter anderem Zuchtziele setzten, Körungen durchführten und die Bockhaltung regelten.
Ab dieser Zeit bis um die Jahrhundertwende wurden in vielen Gegenden in die einheimischen Ziegen Schweizer Rassen kurzzeitig eingekreuzt, um die Milchleistung zu steigern sowie die Größe und mangelhafte Körper- und Euterform zu verbessern. Die durch diese Maßnahmen entstandenen Lokalrassen wurden ab Anfang des Jahrhunderts durch Zuchtauslese ohne weitere Einkreuzungen weitergezüchtet. So entstanden in Deutschland die folgenden Ziegenrassen:
Um die Zuchtbasis zu verbreitern wurden 1927 die weißen Rassen zur Weißen Deutschen Edelziege und die bunten Rassen zur Bunten Deutschen Edelziege zusammengefaßt. So kam es dazu, daß sich nur in Gebieten mit starker traditioneller Ziegenzucht die lokalen Rassen mehr oder weniger reinrassige erhalten konnten, andere gingen nach und nach in der Bunten oder Weißen Deutschen Edelziege auf.
Als ausgestorben gelten daher heute die Langensalzaer Ziege, die Harzer Ziege und die Rhönziege.
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