![]() |
Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter
Haustierrassen e.V. (GEH)
Schwerpunkt - Schafe und Ziegen |
Karola Stier, Witzenhausen
Von ihrem Ursprungsgebiet, dem Schwarzwald, breitete sich die Schwarzwaldziege über ganz Württemberg aus.
Sie zeichnete sich durch einen kräftigen, schlanken Körperbau aus und war hornlos, rehbraun oder dachsgrau gefärbt mit schwarzer Stiefelung, der Unterbauch sollte stets weiß sein.
Auf Einkreuzungen von Schweizer Ziegen wurde weitgehend verzichtet, da die vorhandenen Landziegen weniger degeneriert waren, als in anderen Gegenden und eine Züchtung durch Auslese erfolgversprechend war. Mit der Festlegung von Zuchtzielen wurde der rehbraune Milchtyp bevorzugt, der sich nach und nach durchsetzte.
Heute finden sich Tiere des rehbraunen Schlages vor allem noch in ihrem alten Zuchtgebiet in Baden Württemberg. Die dort gehaltenen Bunten Deutschen Edelziegen entsprechen zum großen Teil noch der ehemaligen Schwarzwaldziege. Aufgrund der hohen Leistungsfähigkeit dieser Rasse und der großen Anzahl von Tieren im Zuchtgebiet, fand nach der Zusammenfassung der bunten Ziegen nur wenig Austausch mit anderen Zuchtgebieten statt.
Die Tiere sind rehbraun mit schwarzem Aalstrich, hellem Bauch und schwarzer Stiefelung, behornte Ziegen wurden in den achtziger Jahren wieder zur Zucht zugelassen. Die Milchleistung liegt bei ca. 800 bis 1000 kg pro Jahr, jährlich werden im Frühjahr durchschnittlich zwei Lämmer geboren.
zurück zur Rassekurzbeschreibung
Ein Informationsservice der GEH e.V.
Geschäftsstelle (GEH)
© 1994 Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter
Haustierrassen e.V. (GEH)