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Gesellschaft zur
Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) |
| GEH - Rassekurzbeschreibungen Ziegen |
Erzgebirgsziege

(Foto:
Stier)
Kennzeichen:
Mittelgroß, rehbraun mit schwarzem Aalstrich und schwarzen Unterbeine. Mittellanger schlanker Hals. Tiefe Brust, langer Rücken und breite Lende. Gut entwickeltes Euter. Feines Fundament. Beide Geschlechter behornt als auch hornlos.
Verbreitung:
Sachsen und Brandenburg
Herkunft:
Die Erzgebirgsziege wurde hauptsächlich im sächsisch-böhmischen Erzgebirge gehalten. Ende des letzten Jahrhunderts wurden rehbraune Tiere aus der Schweiz eingekreuzt. Entwickelte sich im Laufe der DDR-Geschichte zu einem von der westdeutschen BDE abgrenzbaren Typ.
Eigenschaften/Leistung:
Milchleistung: Durchschnittlich 700 - 900 l/Jahr. Steht im Typ einer zierlichen, feingliedrigen reinen Milchziege, die sie von dem schweren, mastfähigen Frankentyp abgrenzt.
Besonderheiten:
Nach DDR-Grenzöffnung Zuchttieraustausch vor allem mit Bayern und der Schweiz und damit starke Verdrängung des alten Typs im Herdbuch.
Bestand:

Noch einzelne Tiere alter Linien im Herdbuch, möglicherweise weitere in der Landeszucht. Ebenso in der Landeszucht in Brandenburg. Es wäre sehr wünschenswert, wenn sich Züchter in Sachsen dieses Typs wieder annehmen würden, bevor er ganz verschwindet. 2002 ca. 322 Tiere.
Herdbuch:
Zum Großteil aufgegangen in der Population der BDE. Es gibt zur Zeit
keine Bestrebungen, den Erzgebirgsziegentyp in der Zucht zu berücksichtigen.
Gefährdungsgrad:
Kategorie "Zur Bestandsbeobachtung" in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.
Weiterführende Informationen:
Die Erzgebirgsziege (aus:
Online-Broschüre Schafe und Ziegen)
Erzgebirgsziege
(Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)
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