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Gesellschaft zur
Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) |
| GEH - Rassekurzbeschreibungen Schweine |
Deutsches Sattelschwein

(Foto: Sambraus)
Kennzeichen:
Großrahmige Landrasse mit Schlappohren. Haut schwarz pigmentiert mit weißer Zeichnung in der Sattellage.
Verbreitung:
Einzelbestände in Nord- und Ostdeutschland, sowie der Tschechoslowakei.
Herkunft:
Halbinsel Angeln in Schleswig-Holstein. Seit 1929 im Herdbuch. Anerkennung als eigenständige Rasse im Jahr 1937. In den 50er Jahren Verbreitung in ganz Norddeutschland.
Eigenschaften/Leistung:
Innerhalb der deutschen Schweinerassen höchste Ferkelaufzuchtrate (23,6 Ferkel pro Jahr). Sehr gute Muttereigenschaften und Milchleistung. Sehr anspruchslose, robuste Tiere. Die tägl. Zunahme der Masttiere liegt bei 800-850 g.
Besonderheiten:
Eignet sich für alle extensiven Haltungsformen wie z.B. Hütten- und Weidehaltung. Das Bundesland Schleswig-Holstein zahlt eine Wurfprämie an die Züchter. Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 1990. Erhaltungsbemühungen v.a. in Schleswig-Holstein und Brandenburg über den Aufbau spezieller Vermarktungsprogramme.
Bestand:

Gesamtbestand in der BRD 200. In der ehemaligen DDR wurden nach Auflösung der „Staatlichen Genreserven der DDR" viele der 400 dort befindlichen Tiere geschlachtet. Ein Teil der Tiere konnte von engagierten Züchtern, Mitgliedern der GEH und durch Übernahme von Patenschaften gerettet werden. Heute vor allem in Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein verbreitet.
Herdbuch:
70 Tiere (2007)
Gefährdungsgrad:
Kategorie I (extrem gefährdet) in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen
Weiterführende Informationen:
Deutsches Sattelschwein
(aus: Online Broschüre, 1997)
Deutsches Sattelschwein
(Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)
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