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Gesellschaft zur
Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) |
| GEH - Rassekurzbeschreibungen Schafe |
Walachenschaf

(Foto:
Sambraus)
Kennzeichen:
Mittelgroßes
und feingliedriges Schaf aus der Gruppe der Zackelschafe, langen Mischwolle.
Heute nur noch Tiere mit weißem Vlies bekannt, früher auch graue/schwarze
Tiere. Unbewollte Körperteile häufig gesprenkelt oder gefleckt. Böcke mit
spiralig gewundenen, seitlich abstehenden Hörnern. Muttern nur teilweise
behornt. Kurze, seitlich stehende Ohren. Böcke: 65 bis 80 kg; Muttern 45 bis 55
kg.
Verbreitung:
Tschechien (Mähren) und Deutschland
Herkunft:
Alte Rasse der Slowakei. Kam vor 300 Jahren mit den walachischen Hirten aus Rumänien.
Eigenschaften/Leistung:
Genügsam und wetterhart. Ganzjährige Freilandhaltung (mit Unterstand oder Wald) möglich. Alpfähig. Sehr gut für Trockenstandorte geeignet. Traditionelle Milchrasse zur Käseherstellung. Geringe Parasitenanfälligkeit und gute Klauengesundheit.
Besonderheiten:
In Deutschland befinden sich die letzten reinrassigen Bestände dieser Schafrasse. Am weitesten nach Nord-Westen vorgedrungene Zackelschafrasse.
Bestand:
Im Bundesgebiet ca. 200 weibliche Tiere und rund 50 Deckböcke durch GEH erfasst. Ähnliche Tierzahlen in Tschechien, in der Slowakei sind keine reinrassigen Bestände mehr bekannt.
Herdbuch:
In Deutschland zur Zeit (2009) ca. 10 Bestände von gesamt 30 Betrieben im Herdbuch erfasst. Tiere in Tschechien werden ebenfalls im Herdbuch erfasst, die Haltung der Tiere wird dort finanziell unterstützt.
Gefährdungsgrad:
Kategorie „Rassen aus anderen Ländern" in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.
Weiterführende Informationen:
Walachenschaf
(Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)
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