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Gesellschaft zur
Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) |
| GEH - Rassekurzbeschreibungen Rinder |
Pustertaler Schecken

(Foto: Sambraus)
Kennzeichen:
Weiße Grundfarbe mit roter oder schwarzer zusammenhängender (Schecken) oder feinst verteilter Pigmentierung (Sprinzen). Immer farbig sind Ohren, Augen, Maul sowie Klauenhorn und sichtbare Schleimhäute.
Verbreitung:
Südtirol, Pustertal. Einzelbestände auch im Bundesgebiet.
Herkunft:
Vor mehreren Jahrhunderten aus der Kreuzung keltischer, einfarbig roter Alpenrinder mit einfarbig grauen Steppenrindern entstanden. Später Einkreuzung des Eringer Rindes.
Eigenschaften/Leistung:
Zweinutzungsrind mit Eignung zur Mutterkuhhaltung. Sehr gute Grundfutterverwertung. Jungtiere erreichen bei ausschließlicher Grundfuttergabe Tageszunahmen von durchschnittlich 1300 g. Ausgezeichnete Fleischqualität.
Besonderheiten:
Niedergang der Rasse durch Tierzuchtgesetz von 1929, das die Weiterzucht unter Strafe verbot. Erhaltung durch illegales und heimliches Engagement weniger Bauern.
Bestand:
Im Bundesgebiet etwa 60 Tiere. Ca. 70 weitere in Südtirol.

Herdbuch: 54 Tiere (Stand 2006)
Gefährdungsgrad:
Kategorie „Rassen aus anderen Ländern" in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.
Eine der meist gefährdetsten Rinderrassen Europas.
Weiterführende Informationen:
Pustertaler Schecken (aus: Online Broschüre)
Pustertaler Schecken (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in
Deutschland)
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