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Gesellschaft zur
Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) |
| GEH - Rassekurzbeschreibungen Kaninchen |
Das Meißner Widder-Kaninchen

(Foto:
Isecke)
Kennzeichen:
Weniger gedrungen und massig als das Deutsche Widder-Kaninchen. Der Körper ist leicht gestreckt mit breiter Brust und Hinterpartie. Der Rücken ist schön gewölbt, hinten gut abgerundet. Die Läufe sind kräftig, breit gestellt, gerade aufgesetzt, wodurch sich eine mittelhohe Stellung des Körpers ergibt. Das Fell ist dicht mit guter, gleichmäßiger Begrannung und weist eine Haarlänge von etwa 3 cm auf. Der Kopf ist widderartig. Die Behanglänge beträgt 36-42 cm. Als Farbschläge kommen schwarz, blau, havanna, gelb, graubraun vor. Die Deckfarbe ist am ganzen Körper gleichmäßig gesilbert mit reichlichem Glanz.
Das Gewicht liegt zwischen 4,5-5,5 kg.
Verbreitung:
Mitteldeutschland, vor allem Sachsen.
Herkunft:
Es handelt sich um eine Kombinationsrasse zwischen Deutschen Widdern und Kleinsilber-Kaninchen. Sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts in der Porzellanstadt Meißen in Sachsen von Leo Reck gezüchtet.
Eigenschaften/ Leistung:
Fleisch- und Pelzkaninchen. Lebhafteres Temperament als die Deutschen Widder.
Besonderheiten:
Leo Reck nahm seine Kenntnisse über die Ausgangsrassen der Meißner Widder mit ins Grab.
Bestand:
Es gibt nur noch wenige engagierte Züchter der silbergrauen Kaninchen, alle anderen Farbschläge sind nicht mehr aufzufinden.
Herdbuch:
Beim Zentralverband Deutscher Kaninchenzüchter registriert.
Gefährdungsgrad:
Kategorie I (extrem gefährdet) laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.
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