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Gesellschaft zur Erhaltung alter
und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) |
| GEH - Rassekurzbeschreibungen Hunde |
Groß- und Mittelspitz
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| Foto: Mittelspitz, C. Simantke | Foto: Großspitz, C. Simantke | Foto: Großspitz, C. Simantke |
Kennzeichen:
Großspitze werden in den Farben schwarz und weiß gezüchtet, bis vor wenigen Jahren war auch eine braune Varietät bekannt. Mittelspitze gibt es in den Farben schwarz, weiß braun, orange, graugewolkt und neufarben. Die Widerristhöhe beim Großspitz beträgt 46 cm, die der Mittelspitze 34 cm, jeweils mit einer erlaubten Abweichung von 4 cm nach oben oder unten. Spitze haben ein dichtes, üppiges Langstockhaar mit Halskrause / -mähne, das als pflegeleicht gilt. Typische Kennzeichen sind die kleinen Stehohren und die geringelt auf dem Rücken getragene Rute.
Verbreitung:
Spitzartige Hunderassen kommen in ganz Europa vor
Herkunft:
Deutschland. Der Spitz ist eine der ältesten, wenn nicht gar die älteste Hunderasse. Er wird auf den steinzeitlichen Torfhund „Canis familaris palustris Rüthimeier“ zurückgeführt.
Eigenschaften/Leistung:
Spitze sind traditionelle Familien- und Hofhunde mit fester Beziehung zu ihrer Familie. Hochgelobt wird ihre gute Wachsamkeit, eventuelle Bellfreudigkeit ist erzieherisch zu beeinflussen. Sehr angenehm ist der nicht oder nur sehr gering vorhandene Jagdtrieb, Spitze sind zudem „geflügelfromm“, geduldig mit Kindern, hoftreu und witterungsunempfindlich. Der Großspitz scheint sich für leichtere Hüte- und Treibarbeiten zu eignen. Wo der Spitz als Wachhund nicht gefordert ist, ist er auch Fremden gegenüber durchaus freundlich und verspielt und gilt generell als sehr guter Familienhund. Groß- und Mittelspitze sind auch im Hundesport und im Ausdauertraining zu finden. Häufig sind Spitze recht selbstbewusste Persönlichkeiten.
Besonderheiten:
Der weiße Großspitz war eher in der feineren Gesellschaft Norddeutschlands zuhause, der schwarze Großspitz hat seine Heimat in Süddeutschland, wo er sich vor allem als „Weinbergsspitz“ einen Namen machte, indem er die reifen Trauben vor zwei- und vierbeinigen Räubern schützte. Groß- und Mittelspitze waren zudem als „Fuhrmannspitze“ bekannt, die als unbestechliche Wächter die wertvollen Fuhrwerke begleiteten. Der Mittelspitz war schon sehr früh bei einfachen Leuten in der Arbeitswelt beliebt, konnte aber genauso gut der Liebling der adeligen Damen sein, wie historische Bildzeugnisse belegen.
Durch die extreme Gefährdung und die sehr engen Blutlinien insbesondere der Großspitze gibt es Initiativen, weisse und schwarze Großspitze zu verpaaren. Zudem wird die Einkreuzung von (großen) Mittelspitzen und / oder Wolfsspitzen diskutiert. Den daraus fallenden Welpen werden Zuchtbeschränkungen auferlegt.
Bestand:
Laut Zuchtbuchauszug 1996 des Deutschen Spitzvereins gibt es bei den weißen Großspitzen 6 Rüden und 5 Hündinnen, bei den Schwarzen Großspitzen 4 Rüden und 3 Hündinnen, die offiziell als Zuchthunde erfasst sind, ca. 30 – 40 (?) Mittelspitze befinden sich in der Zucht. Daran hat sich 10 Jahre später, 2006, nichts Wesentliches verändert.
Wurfzahlen 2005:
Schwarzer Großspitz: 4 Würfe, 30 Welpen
Weißer Großspitz: 2 Würfe, 5 Welpen
Mittelspitz: 13 Würfe, 57 Welpen
Gefährdungsgrad:
Großspitz:
Kategorie I (extrem gefährdet) laut der Roten Liste der
Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen .
Mittelspitz:
Kategorie II (stark gefährdet) laut der Roten Liste
der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.
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