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GEH - Rassekurzbeschreibungen Geflügel

Lakenfelder

Lakenfelder

(Foto: Jessen)

Kennzeichen:

Mittelgroßes, robustes Landhuhn mit lebhaftem Temperament. Die weiße Grundfärbungsteht im starken Kontrast zum samtschwarzen Halsbehang und dem schwarzen, grünschillernden Schwanz. Das Gewicht des Hahnes beträgt 1,5 bis 2 kg, das der Henne 1,25 bis 1,75 kg.

Verbreitung:

Heute liegt das Hauptzuchtgebiet in Nordwestdeutschland.

Herkunft:

Der genaue Ursprung der Rasse ist nicht geklärt, er wird sowohl nach Holland als auch nach Westfalen verlegt. Die meisten Autoren gehen aber von einer westfälischen Züchtung aus. Die Lakenfelder existieren als Rasse schon mehr als 100 Jahre. Ursprünglich verpaarte man Tiere einer Sprenkelrasse, der sog. Sottergams oder Sotterghams, die viel Schwarz im Hals und wenig Sprenkel im Rumpfgefieder zeigten, miteinander. Mit der Zeit wurden die schwarzen Feder-Felder auf Hals und Schwanz verdrängt.

Eigenschaften/ Leistung:

Bei unbeschränktem Auslauf sind die Lakenfelder eifrige, unermüdliche Futtersucher. Die Hennen legen zwischen 160 und 200 weißschalige Eiern pro Jahr mit einem Mindestgewicht von 50 g. Die Fleischproduktion ist relativ gering, das Fleisch aber sehr schmackhaft.

Besonderheiten:

Zur Herkunft des Namens existieren zwei Theorien. Die eine bezieht sich auf die Färbung: Das Huhn sieht aus, als habe man ein weißes Laken auf einem schwarzen Feld ausgebreitet. Die andere besagt, der Name sei auf das holländische Dorf Lakerveld in der Gegend von Vianen zurückzuführen.

Bestand:

Nach Bestandsrecherchen 1997 existieren in Deutschland 55 Bestände mit insgesamt 574 Tieren.

Gefährdungsgrad:

Kategorie III (gefährdet) in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

Kontakt


Weiterführende Informationen:

Lakenfelder  (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)


Ein Informationsservice der GEH e.V.
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