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Gesellschaft zur
Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) |
| GEH - Rassekurzbeschreibungen Geflügel |
Das Thüringer Barthuhn

(Foto: A. Feldmann)
Kennzeichen:
Das Thüringer Barthuhn ist ein mittelgroßes Huhn, das durch einen kleinen Kamm und geringe Ausbildung der Kehllappen auffällt. Diese werden von einem sehr vollen, länglich-runden Federbart verdeckt, der gleichmäßig und ungeteilt Kehle und Backen bedeckt. Die Farben sind schwarz, weiß, blau, gelb, gesperbert, gold-schwarzgetupft, silber-schwarzgetupft, chamois-weißgetupft und rebhuhnfarbig.
Das Gewicht des Hahns beträgt 2-2,5 kg und das der Henne 1,5-2 kg.
Verbreitung:
Thüringen
Herkunft:
Im westlichen Teil des Thüringer Waldes liegt das Städtchen Ruhla an der Ruhl. Dort sollen schon Mitte des 18. Jahrhunderts bärtige Haubenhühner vorgekommen sein. Ursprünglich wurden die Barthühner in Thüringen „Pausbäckchen“ genannt. Zu ihren Ahnen gehören sehr wahrscheinlich Paduaner und die damaligen bodenständigen „Otterköpfe“ in Westthüringen.
Eigenschaften/Leistung:
Legehuhn mit einer Legeleistung von 150 reinweißen Eiern mit einem Gewicht von 53 g. Der Bruttrieb der Tiere ist nur gering. Als Fleischhuhn sind sie weniger geeignet, da sie sehr leicht sind. Sie sind ausgezeichnete Futterverwerter.
Besonderheiten:
Die knappen Kopfbehänge und der schützende Bart machen die Tiere weithin wetterunabhängig. Da Sie keine Kehllappen und nur einen kleinen Kamm haben, sind Frostschäden selbst in höchsten Gebirgslagen äußerst selten.
Bestand:

In den 96 registrierten Beständen wurden 2005 1877 Tiere gezählt.
Gefährdungsgrad:
Kategorie "Zur Bestandsbeobachtung" laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.
Weiterführende Informationen:
Thüringer
Barthuhn (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in
Deutschland)
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