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Betriebsbeschreibung: Auf ursprünglich
220 ha wurde im Juli 1987 mit Ackerbau, Viehhaltung und Gemüseanbau begonnen.
Die ersten landwirtschaftlichen Nutztiere waren Truthähne, Legehühner und
Fleischrinder der Rasse Charolais. Parallel zur Landwirtschaft wurden die
Anbauflächen der Domäne nach den Regeln des Bioland-Verbandes umgestellt. Auch
wurde zu diesem Zeitpunkt mit eingeschränktem Sortiment mit der
Direktvermarktung begonnen. Kundenbindung war das Schlagwort, mit dem das
Ergebnis eines strategischen Dreiecks von Genuss – Gesundheit –
Unterhaltung, als Konzept zu entwickeln war. In der Umsetzung führte dies in
Landwirtschaft und Tierhaltung zum Prinzip des offenen Stalls und zum
erfahrbaren Ackerbau. Bis heute hat sich ein direkt vermarktender Hof
entwickelt, der über ein Netz von 5 Standorten, die unterschiedlichen
Funktionen einer geschlossenen Wertschöpfungskette erfüllt. Da ist im
„Kern“ die Domäne Mechtildshausen, der zentrale Ackerbau- Gemüsebau- und
Tierzuchtstandort, die die gesamte Veredelungskette beginnend mit dem Ackerbau,
über mehrere Veredelungsstufen, wie Mast, Milchgewinnung und
Verarbeitung, bis hin zur Bäckerei, Konditorei, Metzgerei und gastronomischen
Angeboten umfasst.
Auf der Domäne steht über das ganze Jahr die Milchviehherde und im Winter die
Charolais-Zuchtbullen und die Muttertierherde. Hier werden auf der Basis einer
über Jahre in Kooperation mit der Universität Halle gezüchteten Genetik die
Lege- und Masthühner gehalten. In einer Geflügelanlage werden hier auch die
Hasen, Tauben, Wachteln und Enten und für Weihnachten Weidegänse gehalten.
Abseits des stark besuchten Hofes, auf einem Vorwerk werden die Schweine gezüchtet
und gemästet. Auf der Basis von Sauen der Deutschen Landrasse, gekreuzt mit
Duroc Schweinefleisch werden an diesem Standort ca. 750 Schweine in sehr guter
Qualität gemästet.
Neben
der Domäne, gehören zum Produktions- und Vermarktungsnetz zwei Grünlandhöfe
im Taunus und ein weiterer Standort mit einem Fokus auf Gastronomie, Vertrieb
und Gesundheit auf der gegenüberliegenden Seite Wiesbadens. Insgesamt werden
heute an diesen Standorten ca. 360 ha Ackerland und ca. 250 ha Grünland ca. 13
ha Dauerkulturen (Obst incl. Streuobst) bewirtschaftet. Wirtschaftlichkeit und
Erfolg ist das wesentliche Motiv für unsere Entscheidungen, so auch für die
Auswahl der Produktionsweise und der wirtschaftlich genutzten Tierarten. So
halten wir das „Bunte Bentheimer Schwein“ zur Herstellung von
luftgetrocknetem Schinken nach einer fast zweijährigen „langsamen“ Mast,
oder eine alten französischen Lokalrasse für die Mast von Hühnern, die „Thüringer
Wald Ziege“ und die Poitevine-Ziege mit heute zusammen ca. 140 Muttertieren für
die Herstellung von Ziegenprodukten. Trotz züchterischer Probleme das
„Glan-Rind“ zusammen mit einer Villar de Lans Herde – hierbei handelt es
sich um ein mit dem Glan-Rind verwandtes französischen Gelbrind – als
Gen-Grundlage für die Zucht eines an die Anforderungen des biologischen
Landbaus angepassten Milch/Fleischrindes dienen wird.. Die Domäne ist ein
Lebensmittel erzeugender Wirtschaftsbetrieb. Dies mag manchen Idealisten
abschrecken. Für uns ist es die Chance auf der Basis einer kreativen
Produktauswahl die Existenz alter Haustierrassen zu sichern. Das Motiv für die
Haltung und Zucht ist dann nicht die „Exotik“ dieser alten Rassen, es ist
die in diesen Rassen repräsentierte Kultur und Qualität, die auch deren
Einsatz in einer modernen Landwirtschaft wirtschaftlich macht.
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