GEH-Logo

Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)

The Society for the Conservation of Old and Endangered Livestock Breeds (GEH) 
rotrotrotrotrotrotrotrotrotrotrotrotrotrotrotrotrotrotrot



"Aufwind für das Bunte Bentheimer Schwein"


von Helge Thoelen Rosengarten / Süderschwei 25.03.2006 


Aufwind für das Bunte Bentheimer Schwein: Drei Jahre nach der Gründung eines bundesweit tätigen Erhaltungsvereins hat sich der Bestand des damals akut vom Aussterben bedrohten Nutztieres weiter erholt. Das wurde bei der Jahresmitglieder- versammlung des Vereins im Freilichtmuseum Kiekeberg in Rosengarten nahe Hamburg deutlich, an der Züchter aus dem gesamten Bundesgebiet und den Niederlanden teilnahmen. Der bisherige Geschäftsführer des Vereins, Helge Thoelen, konnte neben einer stetig gestiegenen Mitgliederzahl ( 2005: 130 nach 42 zum Start 2003 ) vor allem einen höheren Tierbestand vermelden. "Nachdem 2003 nur 50 Zuchttiere im Herdbuch standen, sind es heute 310, darunter 70 Eber." Der verhältnismäßig hohe Eberbestand sei wichtig, um die Inzucht so gering wie möglich zu halten. Ein computer- gestütztes Anpaarungsprogramm und die gezielte Vermittlung von Tieren über die Geschäftsstelle des Vereins in Stadland-Süderschwei zeigten in dieser Hinsicht bereits Erfolge, so Thoelen. Als Erfolgsgeschichte bezeichnete Vorsitzender Thomas Berling ( Tierpark Nordhorn ) die bundesweite Ausrichtung des Vereins und die damit verbundenen Verteilung der Tierbestände auf das Bundesgebiet. Von den 75 dem Verein angehörenden Zuchtbetrieben lägen 39 in Niedersachsen, 14 in Nordrhein-Westfalen, fünf in Hessen, drei in Rheinland-Pfalz und zwei in Bayern. Einzelbetreieb in weiteren Bundesländern kämen hinzu, dazu einer in Luxemburg und einer in den Niederlanden.

"Der Leuchtturmwärter von Terschelling züchtet Bentheimer Schweine", berichtete Berling stolz. Die Verteilung der Tiere sei vor allem wichtig, damit eine Tierseuche wie die Schweinepest nicht die ganze Rasse zum Erlöschen bringen könne. " Die Betriebe liegen weit auseinander, Seuchen verlieren so einiges von ihrem Schrecken".

Gerettet sei das Schwein damit noch nicht, so Berling. Im Vergleich mit den üblichen Wirtschaftsrassen sei der Bestand verschwindend klein, ebenso die einzelnen Bestände. Einer nur in Auszügen veröffentlichten Untersuchung durch eine Studentin der Uni Göttingen zufolge hätten 67 Prozent aller Halter nur ein bis drei Sauen im Stall, nur sieben Prozent mehr als zehn. Dafür hielten 75 Prozent einen eigenen Eber, 70% seien in der Direktvermarktung tätig. "Erhalten durch Aufessen" bleibe weiter das Motto des Vereins, so Berling.

Bei den Vorstandswahlen trat Berling wie bei der Gründung des Vereins 2003 angekündigt, nicht wieder an. Er bleibt im erweiterten Vorstand aktiv, sein Amt übernimmt der bisherige Geschäftsführer Helge Thoelen ( Stadland-Süderschwei ). Zweiter Vorsitzender ist nun Stefan Westhuis ( Hoogstede -Grafschaft Bentheim ). Hartwig Dannemann ( Hundsmühlen - Oldenburg ) und Martin Büning ( Laer - Steinfurt ) komplettieren den Vorstand für die nächste Amtsperiode von drei Jahren.


 

Stand: 28.03.06   Geschäftsstelle (GEH) -  Tel.:  05542/1864  Webmaster
© Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)                                                Zurück